Saturday, 8. october 2011
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19:07
Wissen, wie man sich nach solchen Gesprächen fühlt.
Den Puls kennen, mit dem man im Notfall das Bett herunter schiebt.
Voraussehen können, wieviel Schlaf einem an welchem Tag der Arbeitszyklen fehlt.
Die unterschiedlichen Reaktionen der Verantwortlichen für viele Situationen abschätzen können.
Sich immer auf das Lachen des Kindes freuen.
Das hilft alles ungemein!
von gil
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Friday, 30. september 2011
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15:15
hehe,
da kommt einer aus dem Staunen nicht heraus.
Wie macht der Löwe? Woahhhh....
von gil
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Sunday, 29. august 2010
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05:19
Vierzehn Tage hintereinander darf ich die Intensiv-Station beehren. Der dreizehnte ist fast geschafft. Nun, eigentlich ist der dreizehnte eine Nacht, noch dazu eine lange am Wochenende. Puh. Aber
hey, es ist ruhig, keine Katastrophen sind in dieser Stadt heutenacht passiert. Und auch hier alles stabil, das kommt vor!
Im Gegenteil: Ich habe Gänsehaut bekommen, als heute ein Patient mit mir in fast ganzen Sätzen geredet hat, der zuvor höchstens mal ein Wort herausbrachte: "Langsam funktioniert das Denken
wieder", sagt er. Wie gut!
von gil
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Saturday, 14. august 2010
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00:22
I JUST LAUGH
~ by Kabir (c. 1440-1518)
If I told you the truth about God, you might think I was an idiot.
If I lied to you about the Beautiful One you might parade me through the streets shouting,“This guy is a genius!”
This world has its pants on backwards.
Most carry their values and knowledge in a jug that has a big hole in it.
Thus having a clear grasp of the situation
if I am asked anything these days
I just laugh!
von gil
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Monday, 2. august 2010
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12:11
Vor vier Jahren arbeitete ich für einige Wochen als Famulant in einem kleinem Krankenhaus in Lesotho, Südafrika. HIV forderte hier seinen Tribut, etwa zwei Drittel der Patienten waren positiv.
Wir wohnten auf dem Campus in einem Gästehaus mit kleiner Terasse, von der man einen Blick auf den Weg von den Stationen zum Kühlhaus hatte. Täglich sahen wir, wie sie Aufgebahrte von
unseren Stationen dorthin trugen. Die Machtlosigkeit war an manchen Abenden, vorm Schlafengehen, einfach nicht zu ertragen. An einem Tag starb ein Patient, für den ich mich irgendwie besonders
verantwortlich fühlte. Dr. Lekhona sah es mir an und nahm mich kurzerhand mit in ihr Untersuchungszimmer. Dort schallte sie eine frische Schwangere, sie wusste es noch nicht. Im Ultraschall sahen
wir schon kleine Ärmchen und Beinchen, die werdende Mama freute sich über das neue Leben. Ich war Lekhona dankbar, aber innerlich ziemlich verwirrt.
Ich habe das Gefühl, dass sich diese Erfahrung in den letzten Monaten in Großbuchstaben wiederholte. Das Arbeiten auf der Intensiv-Station ist streckenweise recht anstrengend. Der Schichtdienst,
vor allem die Nächte, machen mich müde und empfindlich. In den Betten passiert eine Tragödie nach der anderen. Schwere Verletzungen, Aneurysma-Blutungen, Tumoren... oft tagelanges,
manchmal wochenlanges Bangen und Hoffen, oft täglich neue Entwicklungen, die den Angehörigen erklärt werden müssen, blitzschnelle Veränderungen. Und dann das Sterben, Ausschalten,
Leichenschauen... ffhhh. Nach unserer ITS gibt es keine Eskalation mehr, kein Ort, zu dem wir sie weiterverlegen könnten, weil es zu kritisch wird, wir sind das letzte Tor. Aber zum Glück gibt es
auch diejenigen, die sich erholen, langsam besser werden, aufwachen. Tatsächlich hat man den Eindruck, dass es wie Wellen über die ITS fegt.
Wenn ich nach Hause kam, tröstete der Bauch, der immer größer wurde und sich immer heftiger bewegte. Es ist wie ein Zurückgeben, was die Welt verloren hat. Und jetzt ist das Wunder da und trinkt
und schläft und spielt und gibt Alarm. Vielleicht war es für mich notwendig, dass auf beide Seiten der Waage zur gleichen Zeit viel Gewicht aufgelegt wurde.
von gil
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